Spendenaktion: „Mehr Bildung für weniger Armut – Stipendien für IT-Kurse als echte Jobchance“ – II

Keine Arbeit ohne Ausbildung

In Malawi ist lediglich die Grundschule kostenlos. Die weiterführende Schule und die  Hochschule kosten soviel Geld, dass viele Eltern sich die Gebühren gar nicht oder nur für ein Kind leisten können. Nur jeder Zehnte über 25-Jährige hat einen Sekundarschulabschluss und nur jeder Hundertste einen Hochschulabschluss. Die Jugendarbeitslosigkeit ist daher extrem hoch.

IT-Kurse gegen Jugendarbeitslosigkeit

In Kooperation mit dem St. John Paul II – Leadership & IT Institute in Chilomoni, Blantyre, wurde ein neues Stipendien-Programm für junge Erwachsene entwickelt. Es ermöglicht Malawierinnen und Malawiern die Teilnahme an einem Grundlagen- und Microsoft Office-Kurs bei dem St. John Paul II – Leadership & IT Institute. Mit den erworbenen Kenntnissen soll der Weg in den Arbeitsmarkt erleichtert werden

Stipendien für IT-Kurse in der Landessprache Chichewa

In Malawi ist Englisch Zweitsprache. Dennoch können viele Menschen aufgrund des mangelhaften Bildungssystem wenig bis kein Englisch sprechen. Die Besonderheit an dem geförderten IT-Kurs ist, dass er in der Landessprache, Chichewa, abgehalten wird.So wird auch Personen mit geringen Englisch-Kenntnissen die Teilnahme ermöglicht. Dieses Konzept ist einmalig für ganz Blantyre.

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Hervorgehobener Beitrag

Tolle Eindrücke, Herrliche Landschaft

Eindrücke aus neun Monaten Malawi…

… von der afrikanischen „Baobab-Allee“, idyllischen Sonnenuntergangs-Bildern am Malawi-See, einem zugewachsenen Dschungel bei Zomba, Riesenbambus-Wäldern bei Mua bis hin zum beeindruckenden Ausblick von einer der Bergspitzen vom Mulanje.

 


 

Mehr interessante Eindrücke bietet auch der Blog einer Freundin, die drei Monate auf einer Farm in Balaka, Malawi, gearbeitet hat:

http://sarah-in-malawi.3tomato.de/bilder/aktuell

Weitere Rezepte aus Malawi – Hauptspeisen

Hinweis: Mit der Machbarkeit wird beschrieben, ob es möglich ist, alle Zutaten für die Speise in Deutschland (einfach) einkaufen zu können.

Beilage

Nsima (die Beilage zu jeder Hauptspeise)

Machbarkeit ★★★☆

Zutaten:

  • 2 Tassen Maismehl (z.B. von Alnatura)
  • 5 Tassen Wasser

Zubereitung:

  1. Wasser in einem Topf erwärmen.
  2. Löffelweise die Hälfte des Maismehls hinzugeben dabei stetig umrühren.
  3. Nachdem das Maismehl hinzugefügt wurde die Masse zum Kochen bringen.
  4. Danach auf mittlere Temperatur stellen und ein paar Minuten köcheln lassen.
  5. Löffelweise die zweite Hälfte des Maismehls hinzugeben dabei stetig umrühren.
  6. Die Masse, das Nsima, sollte nun relativ fest sein. Es sollte keine Flüssigkeit mehr vorhanden sein. Ansonsten ggf. mehr Wasser bzw. mehr Maismehl hinzufügen.
  7. Herd ausstellen und den Topf von der Platte nehmen.
  8. Nach etwa 5 Minuten anrichten indem mit einem Holzlöffel, ähnlich wie bei dem Formen einer Eiskugel, ovale Kugeln gebildet werden.

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Vegetarische Saucen

Nkungudzu

Machbarkeit ★☆☆☆

Zutaten:

  • 100 g Helmbohne
  • 100 g Mungobohne
  • 100 g Tomaten
  • 5 EL Erdnussmehl (z.B. von Alnatura)
  • Salz

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Weitere Rezepte aus Malawi – Snacks

Frittierte Reisbällchen

Zutaten:

  • Reis vom Vortag
  • 125 g Mehl
  • 170 ml Wasser oder Milch oder halb/ halb
  • 3 TL Backpulver bzw. 1/2 Tüte Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Pflanzenöl zum Frittieren

Zubereitung:

  1. Mehl, Salz und Backpulver vermischen.
  2. Eine Mulde in die Mitte drücken und Hälfte der Flüssigkeit einfüllen.
  3. Vermischen.
  4. Zweite Hälfte der Flüssigkeit dazugeben.
  5. Reis in kleine Kugeln (Tischtennis) formen.
  6. Pflanzenöl in einer Pfanne oder Fritteuse zum kochen bringen.
  7. Kugeln im Mehl wenden.
  8. Kugeln in den Teig tauchen.
  9. Kugeln in das Pflanzenöl geben.
  10. Sobald alle Seiten goldbraun sind aus der Pfanne/ Fritteuse nehmen und auf einem Papiertuch kurze Zeit abkühlen lassen.

Tipp: Die Reisbällchen können gut mit Dips wie etwa Salsa, Aioli oder Guacamole gegessen werden oder – wie im Original – auch mit gar keiner oder einer malawischen Sauce.

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Frittiertes Ei

Zutaten:

  • gekochte Eier
  • 125 g Mehl
  • 170 ml Wasser oder Milch oder halb/ halb
  • 3 TL Backpulver bzw. 1/2 Tüte Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Pflanzenöl zum Frittieren

Zubereitung:

  1. Mehl, Salz und Backpulver vermischen.
  2. Eine Mulde in die Mitte drücken und Hälfte der Flüssigkeit einfüllen.
  3. Vermischen.
  4. Zweite Hälfte der Flüssigkeit dazugeben.
  5. Pflanzenöl in einer Pfanne oder Fritteuse zum kochen bringen.
  6. Ei im Mehl wenden.
  7. Ei in den Teig tauchen.
  8. Ei in das Pflanzenöl geben.
  9. Sobald alle Seiten goldbraun sind aus der Pfanne/ Fritteuse nehmen und auf einem Papiertuch kurze Zeit abkühlen lassen.

Süße Avocado

Zutaten:

  • Avocado
  • (brauner) Zucker

Zubereitung:

  1. Avocado öffnen.
  2. Avocado mit Zucker bestreuen und auslöffeln.

Übrigens gilt die Avocado bei vielen Malawiern als eine Frucht deshalb wird sie häufig als ein Dessert oder ein süßer Snack gegessen.

 


Neben dem Mittagsimbiss Esther’s Place und meiner malawischen Nachbarin diente mir insbesondere für die genauen Maßangaben folgende Internetseiten als Quellen:

https://honestcooking.com/six-traditional-malawian-dishes/

https://www.ichkoche.at/backteig-zum-panieren-rezept-85064

Weitere Rezepte aus Malawi – Frühstück

Futali (Süßkartoffelstampf mit Erdnussmehl)

Zutaten:

  • 4 (weiße) Süßkartoffeln
  • 1/2 Tasse Erdnussmehl (z.B. von Alnatura)
  • Wasser
  • Ggf. Salz oder Zucker zum Würzen

Zubereitung:

  1. Süßkartoffeln schälen.
  2. Süßkartoffeln in einen Topf und soviel Wasser hinzugeben, dass die Süßkartoffeln bedeckt sind.
  3. Süßkartoffeln kochen.
  4. Mit Gabeltest prüfen, ob die Süßkartoffeln „durch“ sind.
  5. 3/4 des Wassers entfernen.
  6. Erdnussmehl hinzufügen und rühren.
  7. Auf geringer Hitze ein paar Minuten köcheln lassen.
  8. Zum Würzen wahlweise Salz oder wie beim malawischen Original Zucker hinzufügen.

Übrigens ist Malawi zweitgrößter Produzent von Süßkartoffeln laut Food and Agriculture Organization of the United Nations.

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Weiterlesen „Weitere Rezepte aus Malawi – Frühstück“

Rezepte aus Malawi – „Backwaren“

Mandazi (malawische Donuts)

Zutaten:

  • 1 Ei
  • 1/2 Tasse (brauner) Zucker
  • 1/2 Tasse Milch
  • 2 TL geschmolzene Butter
  • 2 Tassen Weizenmehl
  • 2 TL Backpulver bzw. 1/2 Tüte Backpulver
  • Pflanzenöl zum Frittieren
  • ggf. Puderzucker

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten – bis auf das Pflanzenöl – vermischen/ verkneten bis ein nicht-klebriger Teig entstanden ist.
  2. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen, in kleine Stücke zerteilen und wahlweise zu Kugeln oder zu einem Ring formen.
  3. Pflanzenöl in einer Pfanne oder Fritteuse zum kochen bringen.
  4. Teigkugeln/ -ringe in das Pflanzenöl geben.
  5. Bei Bedarf die heißen Mandazi rundum mit Puderzucker bestreuen.
  6. Sobald beide bzw. alle Seiten goldbraun sind aus der Pfanne/ Fritteuse nehmen und auf einem Papiertuch kurze Zeit abkühlen lassen.

Schmeckt auch super auf kenianische Art mit zusätzlich:

  • 1 TL Zimt
  • 1/2 ausgepresster Zitrone

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Weiterlesen „Rezepte aus Malawi – „Backwaren““

Rezepte aus Malawi

Die malawische Küche ist einfach gehalten und besteht meist aus wenigen Zutaten. Grundbestandteile einer jeden Mahlzeit sind Tomaten, Zwiebeln und unterschiedlichste Blattsorten (u.a. Bohnen-, Kürbis-, Amaranth-, Raps-Blätter) die ganzjährig zu einem geringen Preis zu bekommen sind. Auch Gewürze sind in Malawi relativ teuer und daher nur selten fester Bestandteil der Gerichte.

Hier zu den Rezepten:

 

 

 


Hinweis: Dies sind meine persönlichen Eindrücke aus neun Monaten Malawi. Selbstverständlich kommt es je nach Einkommen, Herkunft, etc. zu anderen Ausprägungen.

Film-Tipps

Auf dieser Seite habe ich ein paar Filme zum Thema Afrika gesammelt, die ich gerne empfehlen möchte.

Selbstverständlich gibt es noch weitaus mehr Filme vor allem aus Nigeria (in Malawi auch als Nollywood bekannt) und Südafrika.

AUS/ ÜBER MALAWI

Der Junge, der den Wind einfing

Ein 13-jähriger Junge baut mithilfe eines Buches ein Windrad, um sein Dorf in Malawi vor einer Hungersnot zu retten.

Hier geht es zu dem Netflix-Film!

Ndirande. Engine behind the Development Goals von Ralf Bodelier

Zehn Kurzfilme von und mit Malawierinnen und Malawiern über das Leben im Slum in Ndirande, einem Stadtteil von Blantyre:

AUS SAMBIA

Mwansa The Great

Kurzfilm über einen kleinen Jungen, der ein Held sein will.

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Gastartikel: Travelling through the Interiors of Malawi

Ein guter Freund von mir, Rohan, hat sich bereit erklärt auch einen Gastartikel zu meinem Blog beizusteuern. Hier seine Erfahrungen, die er in mehr als zwei Jahren als Bauunternehmer in Malawi sammeln konnte:


Moving to a new continent always bring challenges in everything ranging from food, shopping, culture and many other things. My first visit to Malawi was in April 2017. I landed at night and was assigned to my workplace in Salima, a small sleepy town near Lake Malawi.

My workplace was 35 km from the town on the shores of Lake Malawi which was by far the biggest freshwater lake seen by me yet. I was mesmerised and immediately fell in love with it. While enjoying the scenic beauty of Lake Malawi I realised that the local fishermen had stopped all their work and were continuously staring at me. The women had children tied to their back and had stopped in their tracks. The children were trying to come close and wanted to pump-fist but were scared. I was just trying to ignore them but the more I was ignoring them, the more curious I was to understand these people, their culture, their habits and everything about them. There started my fun filled and memorable journey with the Malawians of which I would like to share a couple of experiences with you.

What is Happiness?

People in Salima are living way beyond poverty line. The salary is around $1 per day but most of the people don’t even have a job. Their basic source of income comes from fishing and selling these fishes at the local market. Some other locals are engaged in maize farming which they do only once a year during rainy season (November till March).

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Ein kritisches Fazit über Entwicklungszusammenarbeit in Malawi (Afrika)

Nach neun Monaten in Malawi in der ich als IT-Dozentin am Blantyre Teachers Training College und am St. John Paul II Leadership & IT Institute tätig war,  ist die Zeit gekommen ein kritisches Fazit über die Entwicklungszusammenarbeit vor Ort zu fällen.

Dies möchte ich gerne in Form einer Zusammenstellung von Zitaten aus Zeitungsartikeln tun:

Interview vom Spiegel aus dem Jahr 2012:

„[…] In den letzten Jahrzehnten hat sich eine regelrechte Entwicklungshilfe-Industrie herausgebildet. Die Geldgeschenke in Milliardenhöhe haben neue Abhängigkeiten geschaffen […] jedes Problem [findet] mindestens einen Geber aus der westlichen Welt […], der es zu lösen versucht […] Die Korruption in Afrika macht aber eine nachhaltige Entwicklungshilfe nahezu unmöglich.“

 Dr. Johannes Michael Nebe

Bericht von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über Aussagen von Vera Songwe aus dem Jahr 2018:

„[…] umgerechnet fast 120 Milliarden Euro, [versickern] demnach jedes Jahr in schwarzen Kanälen […] und [hindern] massiv die Entwicklung der insgesamt 54 afrikanischen Länder […] Vor allem das Erreichen eines der zentralen Millenniumsziele, extreme Armut und Hunger zu bekämpfen, würde von Korruption behindert.

Vera Songwe (Nigeria)

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