Erfahrungen nach 201 Tagen Aufenthalt

Nach 12 Tagen hatte ich meine Erfahrungen zum ersten Mal geteilt (Klick hier, um zu dem Artikel zu wechseln). Hier nun meine weiteren Erfahrungen in den einzelnen Lebensbereichen:

Keine Stromausfälle mehr

Seit Januar gibt es ununterbrochen Strom, mit Ausnahme von einigen wenigen Tagen, an denen ein starkes Unwetter war. Meine Stirnlampe habe ich daher seit einiger Zeit in den Reiserucksack gelegt.

Lokales Essen

Viele Male habe ich nun mit meiner Chefin schon bei dem kleinen Restaurant lokale Speisen probieren können. Viele vegetarische Beilagen bestehen hauptsächlich aus gekochten Blättern, zum Beispiel Bohnen-, Süßkartoffeln-, Kürbis- oder Senf-Blättern. Die Blätter werden mit Tomaten und manche auch mit Erdnussmehl gekocht und traditionell mit Nsima angerichtet.

Bei dem gleichen Restaurant gibt es natürlich auch verschiedene Beilagen aus Fleisch. Es gibt zum Beispiel gekochtes lokales Hühnchen – das hauptsächlich aus Knochen besteht, Rinderleber, Hühnerfüße umwickelt mit Ziegendarm, frittierte Grashüpfer und andere Kuriositäten.

Häufige Wasserausfälle

Seit mehreren Monaten fällt das Wasser jeden Tag für viele Stunden aus. Es bedarf etwas Glück damit ich gerade vor Ort bin und merke, dass das Wasser funktioniert, um meine zwei großen Eimer und die vielen 5-Liter-Wasser-Kanister aufzufüllen. Hausputz, Duschen und Wäsche waschen können daher nicht an demselben Tag geplant werden.

Jahreszeiten

In Blantyre gibt es drei Jahreszeiten, die ‚Hot Dry Season‘, die ‚Rainy Season‘ und die ‚Cold Dry Season‘:

In der ‚Hot Dry Season‘ von August bis Oktober regnet es gar nicht. Die Temperaturen sind bereits am frühen Morgen sehr heiß und kühlen erst in der Nacht ein wenig ab. Die Temperaturen sind vergleichbar mit den heißesten Tagen im deutschen Sommer.

In der ‚Rainy Season‘ von November bis März/ April regnet es regelmäßig und in großen Mengen. Der Höhepunkt dieser Jahreszeit ist im Dezember/ Januar mit mindestens drei Tagen Starkregen pro Woche. Wenn es nicht regnet sind die Temperaturen vergleichbar mit milden, manchmal auch heißen Sommerwetter in Deutschland, sobald der Regen einsetzt fallen die Temperaturen jedoch extrem ab.

Anschließend beginnt von April bis Juli die ‚Cold Dry Season‘. Es regnet nur noch sehr selten. Die Temperaturen sind vergleichbar mit dem deutschen Frühlingswetter kurz vor Beginn des Sommers.

Das geschilderte Wetter ist spezifisch für Blantyre, eineinhalb Stunden südöstlich nach Mulanje oder drei Stunden nordöstlich nach Mangochi am Malawisee sehen die Jahreszeiten bereits ganz anders aus.

Mückenalarm

Am Blantyre Teachers Training College auf über 1.200 m NN gab es bis jetzt fast durchgängig jede Nacht Mückenalarm. Auch tagsüber besteht seit einigen Wochen das Risiko von einer schwarz-weiß gestreiften Mücke, der sogenannten Tigermücke, gestochen zu werden. Innerhalb von Räumen hilft meist das Aufstellen von speziellen Räucherstäbchen, draußen hilft dann nur Mückenspray.

Freizeitaktivitäten nach Anbruch der Dunkelheit

Ab 18.30 Uhr ist es in Blantyre komplett dunkel. Viele Straßen außerhalb des Stadtzentrums haben keine Beleuchtung. Falls man zu dieser Tageszeit rausmöchte sollte man entweder versuchen noch eins der letzten Minibusse zu ergattern oder ein Taxi nehmen, was mindestens zehn Mal mehr kostet als die gleiche Fahrt im Minibus.

Nach Anbruch der Dunkelheit gibt es folgende Sportmöglichkeiten: Bouldern (am Dienstag), Volleyball und Frisbee (am Mittwoch), Hallenfußball (zwischen Montag und Donnerstag) oder Squash (variabel).

Wer an Musik interessiert ist kann Mittwochs in das Cafe Kwa Haraba zum Poetry Slam. Andere Cafes und Restaurants bieten ab und zu auch Jazz Nights, Karaoke etc. an. Die Veranstaltungen werden meist in verschiedenen Gruppen bei Facebook angekündigt.

Falls man Lust auf Tanzen hat findet in Blantyre genügend Clubs unter anderem Reds, Blue Elephant, und Club Cyclone. Grundsätzlich würde ich jedoch aus Sicherheitsgründen empfehlen nicht alleine in einen der Clubs zu gehen.

Neben Bars und Clubs gibt es natürlich auch Restaurants wie etwa ‚Jungle Pepper‘, ‚Bistro‘, ‚Hostaria‘ und viele mehr in denen man in gemütlicher Atmosphäre noch lange draußen sitzen kann.

Haushalt

Jede zweite Woche ist Wäsche waschen angesagt. Mittlerweile benutze ich eine Autofußmatte als Hilfsmittel, um auch stärkeren Schmutz aus der Wäsche herauszurubbeln. Bei der Bettwäsche habe ich jedoch aufgegeben und gebe diese regelmäßig zum Waschen zu meiner Nachbarin.
Durch die wenigen Stromausfälle konnte ich seit Januar immer eine warme Eimerdusche haben. Hierfür bereite ich immer zwei Mal eineinhalb Liter im Wasserkocher vor und füge sie dem kalten Wasser aus dem Eimer hinzu.

Tierwelt rund um mein Haus

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Update zur Verwendung der Spenden vom Muffin-Spendenstand

Lange ist es her, dass ich beim Tag der offenen Tür der Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau einen Muffin-Spendenstand hatte (Klick hier, um zu dem Artikel zu wechseln). Diese Spenden wurden bereits vor einiger Zeit, im November/ Dezember 2018, für weiße Wandfarbe, eine Stoff-Leinwand, das Verspachteln von Fugen zwischen Wandplatten, den Bau eines stabilen Metall-Rahmens für den Projektor, eine Eisen-Kette und ein Sicherheitsschloss verwendet.

Als ich ankam hatte die Wand an die projiziert wurde eine beige Farbe und bestand aus mehreren Wandplatten zwischen denen Fugen zu sehen waren. Diese Fugen wurde zunächst verspachtelt anschließend haben der Praktikant und ich die Wand weiß gestrichen und eine Stoff-Leinwand angebracht. Zuletzt wurde ein Metall-Rahmen speziell für den Projektor angefertigt und an die Metallsäule geschweißt. Aus Sicherheitsgründen wurde zudem eine Eisen-Kette und ein Schloss, um den Metall-Rahmen angebracht.

 

 

Rückblick auf das vergangene Semester

Eine Woche nach meiner Ankunft in Malawi, am 30. September 2018, haben auch die Studentinnen und Studenten ihre Hostels beim Blantyre Teachers Training College bezogen, am 8. Oktober 2018.

Die erste Hälfte des Semesters

Knapp zwei Wochen später, am 18. Oktober 2018, war meine erste Unterrichtsstunde. Unterrichtsinhalt der ersten Woche war zunächst zu definieren was IT (= Informationstechnologie) ist, welche technischen Geräte dazu gehören und welchen Nutzen IT für die angehenden Grundschullehrerinnen und -lehrer haben kann. In der darauffolgenden Stunde wurde ein Desktop Computer geöffnet und die wichtigsten Bestandteile erklärt. Zu diesem Zeitpunkt fanden häufig ‚Power Cuts‘ statt. Man kann sich den Unterricht daher etwa so vorstellen, dass mehr als 25 Studenten in einem dunklen Raum einen winzigen Stuhlkreis bildeten und mit Taschenlampen den Rechner beleuchteten.

In den darauffolgenden sechs Wochen wurde erst die Maus, das Keyboard und dann die Benutzeroberfläche von Windows erkundet. Dafür standen meistens etwa 13 Computer zur Verfügung. Mehr als 90 % der Studentinnen und Studenten hatten zuvor noch nie einen Computer benutzt. Einer der größten Herausforderungen war daher, bis zur letzten Unterrichtseinheit 12 Wochen später, zu wissen welcher Mausbutton für welche Aktion zu verwenden ist.

Das erste Quartal wurde stark durch die ‚Power Cuts‘ beeinflusst. Nahezu 30 % der Unterrichtsstunden sind komplett ausgefallen oder mussten zur späten Stunde, von 19.30 bis 20.30 Uhr, nachgeholt werden.

Im ersten Halbjahr hatte ich 14 Klassen mit durchschnittlich 269 Studentinnen und Studenten pro Woche. Insgesamt waren es in den achteinhalb Wochen 89 Unterrichtsstunden. Das Maximum waren 361 Studentinnen und Studenten innerhalb von vier Tagen, um den Power Cut am Mittwoch aufzuholen.

Die zweite Hälfte des Semesters

Im Laufe des ersten Quartals hatte ich festgestellt, dass durch unterschiedliche Vorkenntnisse, Begabung und Lerngeschwindigkeit manche Studentinnen und Studenten sich unter-, andere sich überfordert fühlten. Zu Beginn des neuen Halbjahres wurde daher ein Test zur Feststellung des aktuellen Erfahrungsstandes durchgeführt. Nach der Korrektur teilte ich die Studentinnen und Studenten in drei verschiedene Erfahrungsstufen ein.

Das neue Quartal begann am 14. Januar 2019 und endete vor zwei Wochen, am 5. April 2019. Unterrichtsinhalt war je nach Erfahrungsstufe für Level 1, die niedrigste Erfahrungsstufe, die Wiederholung und Festigung der bisherigen Lehrinhalte und das Erlernen der Grundlagen im Umgang mit Microsoft Office Word, für Level 2 neben dem Erlernen der Grundlagen auch weiterführende Kenntnisse in Microsoft Office Word und für Level 3 neben den bisher genannten Themen zusätzlich das Erlernen der Grundlagen im Umgang mit Microsoft Office PowerPoint.

Im zweiten Halbjahr gab es lediglich bei 8 % der Unterrichtsstunden einen Power Cut daher konnten in den 12 Wochen 115 Unterrichtsstunden stattfinden. Durch die Einordnung in Erfahrungsstufen habe ich einige meiner Studentinnen und Studenten aus dem letzten Halbjahr verloren. Durchschnittlich sind 156 Studentinnen und Studenten pro Woche zum Unterricht gekommen.

In der letzten Unterrichtswoche gab es für jeden Studenten mindestens ein Stück Kuchen als Abschlussgeschenk und an jedem Abend einen anderen Film auf der großen Leinwand im Computer Lab. Am letzten Wochenende habe ich dann am Samstag noch eine Kartoffelpuffer-Kochaktion mit ein paar meiner Studentinnen und am Sonntag einen Schnellschreib-Tippwettbewerb für alle Interessierten gestartet.

Der finale Test wurde am 8. April 2019 geschrieben. Knapp 200 Studentinnen und Studenten haben an dem Test teilgenommen, davon hat lediglich ein Student den Test nicht bestanden und musste in die praktische Nachprüfung. Schlussendlich konnte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom Test ein Zertifikat verliehen werden.

 

Tierwelt in Malawi

Malawi ist mit 186 Einwohnern pro Quadratkilometer eines der dicht bevölkertsten afrikanischen Länder. In der südlichen Region rund um Blantyre sind es gar 244 Einwohner pro Quadratkilometer. Im Vergleich dazu leben durchschnittlich 234 Einwohner pro Quadratkilometer in Deutschland.

Die Bevölkerungsdichte und die hohe Armut (Platz 171 von 189 laut dem Human Development Report) tragen vielleicht dazu bei, dass ich auf meinen Reisen vom Süden Malawis bis ganz in den Norden, auf ordentlichen und auf sogenannten ‚dirt roads‘ außer Nutztieren (Ziege, Esel, Kuh und Huhn) keine Säugetiere wie etwa Antilopen oder Zebras sehen konnte. Diese und weitere „typische“ afrikanische Tiere wie etwa Löwen, Elefanten und Buffalos sind einzig in den Nationalparks wie etwa Nyika, Majete oder Liwonde zu finden. Majete ist der einzige Nationalpark Malawis in dem die sogenannten „Big Five“ (Löwe, Elefant, Nashorn, Leopard und Büffel) zu sehen sind.

Bei mir Zuhause am Blantyre Teachers Training College habe ich neben den Straßenhunden und dem Kater Leo bisher diese Tiere finden können:

Quelle:

Preliminary Report, United Nations Population Fund Malawi: https://malawi.unfpa.org/sites/default/files/resource-pdf/2018%20Census%20Preliminary%20Report.pdf

Bevölkerungsdichte, Bundeszentrale für politische Bildung:

https://m.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europa/70500/flaechen-und-bevoelkerungsdichte

Human Development Reports, United Nations Development Programme:

http://hdr.undp.org/sites/all/themes/hdr_theme/country-notes/MWI.pdf

Zyklon „Idai“

Der Zyklon Idai hat Malawi vorwiegend bei Chikwawa und Zomba getroffen. Beide Orte sind etwa ein bis eineinhalb Stunden entfernt von Blantyre. In Blantyre ist von dem Zyklon nichts zu spüren. Auch das Touristengebiet bei Cape Maclear und Monkey Bay ist von dem Unwetter verschont geblieben. Durch die sozialen Medien erreichten mich aber einige Bilder aus den Krisenregionen:

 

Was die internationale Presse oft nicht erwähnt hat: In Blantyre und Umgebung gab es Anfang März vier Tage permanent (Tag und Nacht) Regen von bis zu 70 mm pro Stunde. Dieses Unwetter hat viele Häuser, Straßen und auch Brücken bereits (stark) beschädigt. Zum Beispiel ist das Titelbild eine eingestürzte Brücke in der Nähe von Chikwawa, mehrere Tage vor dem Zyklon. Der Zyklon hat die Situation in den betroffenen Regionen schließlich um ein Vielfaches verschlimmert. Hier einige Bilder nach dem Unwetter Anfang März – vor dem Zyklon:

Wer gerne unterstützen möchte, das rote Kreuz ist etwa vor Ort bei Chikwawa:

Hier geht es zur Webseite vom Roten Kreuz!

Gastartikel – Bootssafari auf dem Shire River

Ende Januar hatte ich Besuch von meiner Tante und Cousin. Freundlicherweise hat sich mein Cousin dazu bereit erklärt seine Erlebnisse in Malawi in einem kleinen Beitrag zu schildern:

Bootssafari auf dem Shire River

Am Besten in Erinnerung geblieben ist mir unsere gemeinsame Safari und die damit verbundene Unterkunft im Liwonde Nationalpark zur Regenzeit.
Das Abenteuer begann schon auf dem Hinweg zur Unterkunft. Nach einiger Zeit hatten wir uns an die außergewöhnlichen Straßenverhältnisse in Malawi gewöhnt und konnten gekonnt den Schlaglöchern ausweichen. Allerdings mussten wir irgendwann von der Straße auf einen Feldweg (‚Dirt Road‘) abbiegen. Auf diesem mussten wir mit Wasser gefüllte Gräben von bis zu einem halben Meter Tiefe überwinden und waren froh, dass wir ein halbwegs geländefähigen Mietwagen hatten.

An der Unterkunft angekommen zeigte uns der Manager die verschiedenen Unterbringungsmöglichkeiten. Es waren alle Möglichkeiten verfügbar, da wir die einzigen Gäste in dieser Nacht waren. Auf dem Weg mussten wir über Holzplanken gehen, um nicht in den Matsch zu treten. Er erklärte uns, dass der ganze Nationalpark überschwemmt sei. Daher war am nächsten Tag auch nur eine Bootssafari und keine Landsafari möglich. Wir entschieden uns in einem Baumhaus auf circa drei Meter Höhe zu schlafen. Somit konnten wir auf den benachbarten Fluss schauen und nachts konnten die Tiere ungestört unter uns herlaufen. Die Nacht wachte ich auch mehrmals auf, da ich etwas hörte, aber aufgrund der kompletten Dunkelheit konnte ich leider keine Tiere entdecken.

Am nächsten Tag wachten wir sehr früh zusammen mit der Sonne auf und hatten den perfekten Blick auf einen saftig grünen Nationalpark. Außerdem konnten wir am Morgen die Fußstapfen eins Hippos entdecken, welches nachts unter unserer Hütte hergestapft war. Es war gut so früh aufzustehen, damit wir zu der Safari aufbrechen konnten während die meisten Tiere noch aktiv waren. Wir konnten eine Vielzahl von Hippos beobachten, die sich nur wenige Meter von uns entfernt im Wasser ausruhten. Weiterhin konnten wir zwei Elefanten beim Trinken, verschiedene Vögel und Krokodile beobachten. Es war sehr interessant die Tiere aus nächster Nähe zu betrachten.

Gastartikel – Reisebericht Teil 3

2 Nächte auf Likoma Island in der „Ulisa Bay Lodge“ Silvester und Neujahr

Nachdem wir, mal wieder, unsere Rucksäcke gepackt hatten, machten wir uns auf den Fußweg zur nächsten Lodge – die Ulisa Bay Lodge. Etwa 3,5 Stunden dauerte der Marsch und führte wieder durch den uns bekannten Ort, wo wir erstmal Doughnuts und Bananen zum Frühstück aßen. Die Lodgeangestellten fanden es übrigens sehr ungewöhnlich, dass wir als weiße Frauen freiwillig eine so lange Strecke zu Fuß gingen. Sie empfahlen uns die Fahrt mit einem Motorboot, die wir, allein aus Kostengründen, jedoch ablehnten. Außerdem konnten wir uns so fast die gesamte Insel anschauen und schließlich sind wir dafür ja dorthin gefahren.

Die neue Lodge hatte eine schöne Lage, jedoch leider einen sehr kleinen Strand und die Hütten waren hier Steinhäuser, die natürlich besser geschützt waren, jedoch ganz andere Probleme mit sich brachten, dazu aber später mehr. Wir machten es uns im neuen Quartier gemütlich und wuschen unsere Wäsche. Das bedeutete, einen Eimer voller heißes Wasser, Seife und dann ordentlich schrubben und kneten. Ja, dabei wird auch mir bewusst, wie gemütlich es in Deutschland zugeht. Danach verteilten wir die Wäsche auf verschiedenen Steinen, um sie trocknen zu lassen.

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Alltag in Malawi vs Deutschland

Ich werde häufig gefragt, wie mein Alltag hier aussieht, ob es anders ist als Zuhause.

An ein paar banalen Beispielen starte ich mal den Versuch einige Aspekte meines Alltags zu beleuchten:

• Ich trinke mehr Cola, Fanta oder Sprite als je zuvor in meinem Leben weil Coca Cola in Blantyre die Flaschen abfüllt und eine 330 ml Glasflasche nur etwa 50 Cent kostet.
Zudem ist es der Kronkorken-Verschluss eine gute Möglichkeit sicherzustellen, dass das Getränk frisch ist.

• Ich habe hier bisher nur 3 mal Käse gegessen – in diversen Restaurants. Der Grund ist, dass 1 kg Industrie-Gouda etwa 12 Euro kostet.

• Gleiches gilt für Schokolade. Sie ist sehr teuer im Verhältnis zu anderen Süßigkeiten. Die Schokolade die ich bisher gegessen habe, wurde mir von Gästen aus Deutschland mitgebracht.
Übrigens gibt es nur eine Schokolade, die in Malawi produziert wird. Im Norden Malawis hat ein Paar aus den USA vor einiger Zeit begonnen diese für den nationalen Verkauf auf Märkten herzustellen.

• An Brot habe ich bisher bei Freunden mal eine Scheibe weißen Toastbrots oder Milchbrötchen mit gegessen.
Es gibt zwar sogar einen Laden der ‘Bread Talk’ heißt und auf dessen Plakat lecker aussehende Brötchen abgebildet sind, dort werden aber lediglich verschiedene Arten weißen Toastbrots, Milchbrötchen, Croissants oder Baguette angeboten.

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Gastartikel – Reisebereicht Teil 2

Zweiter Tag in Monkey Bay
Tagesausflug nach Cape Maclear

Die Nacht wurde etwas unruhig. Jemand vom Wachpersonal verwechselte den Gärtner mit einem Einbrecher und schlug ihn deshalb mit einem Gummiknüppel auf den Rücken. Außerdem hatten es sich die drei Hunde der Lodge auf den Gartenmöbeln vor unserem Zimmer gemütlich gemacht und schnarchten mir die Ohren voll.

Ein leckeres, interkontinentales Frühstück mit Müsli, Ei und Bohnen, entschädigte für die verlorenen Stunden Schlaf und frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg in den Ort, um eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren. Wir hatten uns vorgenommen, das etwa eine Stunde (mit Auto) entfernte Cape Maclear zu besuchen. Doch erstmal liefen wir in der prallen Sonne auf den Straßen hin und her, denn ausgerechnet jetzt, fand sich kein Motorradtaxi. Schließlich war uns das Glück dann doch noch gut gesinnt, ein Mann am Straßenrand, der grade damit beschäftigt war neue Drum-Sticks zu schnitzen, organisierte uns einen Fahrer. So ging es also zu dritt auf einem Motorrad hinüber zur gewünschten Stadt. Die Fahrt war rasant, ein bisschen verrückt, aber hat sehr viel Spaß gemacht. Schnell noch die Handynummer des Fahrers notiert, er versprach uns wieder zurück zu bringen wenn wir uns melden.

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