Spendenaktion: „Mehr Bildung für weniger Armut – IT-Kurse als echte Jobchance“

Keine Arbeit ohne Ausbildung

In Malawi ist lediglich die Grundschule kostenlos. Die weiterführenden staatlichen Schulen und Hochschulen kosten soviel Geld, dass viele Eltern sich die Gebühren gar nicht oder nur für ein Kind leisten können. Nur jeder Zehnte über 25-Jährige hat einen Sekundarschulabschluss und nur jeder Hundertste einen Hochschulabschluss. Die Jugendarbeitslosigkeit ist daher extrem hoch. Im Umkreis vom Blantyre Teachers Training College sind mehr als 70 % der jungen Erwachsenen arbeitslos.

IT-Kurse gegen Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell wird der Computer-Raum vom Blantyre Teachers Training College nur nachmittags und abends von mir für den IT-Unterricht genutzt. Es entstand daher die Idee, in der freien Zeit öffentliche IT-Kurse anzubieten. Als größtes Hindernis stehen dem die täglichen, unvorhersehbaren Stromausfälle entgegen. Deshalb ist der Bau einer Photovoltaikanlage geplant.

Schenken Sie jungen Menschen die Chance auf Arbeit!

Der Bau der Anlage kostet 1.500 Euro und würde monatlich bis zu 100 Malawiern die Chance bieten, den Umgang mit dem Computer zu erlernen, um sich anschließend auf eine Vielzahl von Arbeitsstellen zu bewerben. Durch meinen ehrenamtlichen Einsatz vor Ort fließt jede Spende zu 100 % in die Ausbildung der jungen Erwachsenen. Jeder Euro zählt und kommt da an, wo er wirklich gebraucht wird. In meinem Blog werde ich regelmäßig über den aktuellen Stand berichten.

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Alltag in Malawi

Mein Alltag in Malawi sieht unter der Woche meist folgendermaßen aus:

Morgens

Morgens stehe ich etwa gegen 7 Uhr auf. Je nachdem wie das Wetter so aussieht und ob Strom da ist,dusche ich dann erstmal. Denn Strom bedeutet immerhin eine warme/ heiße Eimerdusche. Danach gibt es Frühstück. Falls Strom da ist gibt es warmen Porridge mit frischem Obst. Der Porridge hier ist aus Maismehl und schmeckt mir persönlich besser als der aus Haferflocken. Falls der Strom ausgefallen ist gibt es verschiedenes Obst und Nüsse. Zwischen 8.30 und 9 Uhr gehe ich dann die 20 Meter von meinem Haus zum IT Office. Meine Chefin und ich sind verantwortlich für Hilfestellungen und Reparaturen von Smartphone, Desktop oder Laptop Computer der Lektoren und der Desktop Computer des Computer Labs (Computer-Raum).

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Chichewa – Muttersprache in Malawi

Die Muttersprache in Malawi nennt sich Chichewa. Erst ab der Grundschule lernen die Kinder Englisch. Im Gespräch mit kleinen Kindern und häufig auch in den Dörfern benötigt man daher die Basics von Chichewa

Hier ein paar Sätze auf Chichewa:

Hilfreiche Wortwendungen

• muli bwanji – Wie geht es dir?
• ndili bwino – Mir geht es gut
• mwadzuka bwanji – Guten Morgen bzw. wie hast du geschlafen?
• ndazuka bwino – Mir geht es gut bzw. ich habe gut geschlafen
• ndazuka bwino nso – Mir geht es auch gut bzw. Ich habe auch gut geschlafen
• maswera bwanji – Guten Mittag bzw. wie hast du deinen Tag verbracht?
• ndaswera bwino – Mir geht es gut bzw. ich hatte einen guten Tag
• ndaswera bwino nso – Mir geht es auch gut bzw. Ich hatte auch einen guten Tag
• kaya inu – Und du/ dir?
• dzina langa ndi … – Mein Name ist …
• nanga inu – Und du/ deiner?
• zikommo – Danke
• zikommo chwambiri – Vielen Dank
• chambwino – Okay/ Aha
• ti onana – Auf Wiedersehen bzw. Wir sehen uns

Praxisbeispiele

Mit den Grußformeln beginnt jedes Gespräch, ob mit Fremden, Freunden, Arbeitskollegen oder Verkäufern. Daher kommt es auch häufig vor, dass man direkt mit ‘How are you?’, ohne ein vorangestelltes ‘Hello’ oder ‘Good morning/ afternoon’, begrüßt wird.

Ein typisches Gespräch könnte also folgendermaßen ablaufen:

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Sachspenden

Hiermit möchte ich mich nochmals herzlich bedanken…

  • bei meinem Arbeitgeber der Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für die Sachspende von
  • 1 Beamer,
  • 20 Computer-Mäusen
  • 10 USB-Sticks
  • Merchandise Produkte (diese werden zum Weihnachtsgottesdienst an die Kinder verteilt);
  • und der Evangelischen Bank für
  • das erfolgreiche Crowdfunding-Projekt (siehe Beitrag)
  • und die 11 USB-Sticks.

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Wochenend-Trip mit internationaler Reisegruppe

Am Wochenende vom 3. bis 4. November bin ich mit einer internationalen Reisegruppe von 17 Personen (u.a. waren folgende Nationen vertreten Malawi, USA, England, Schottland, Norwegen, Italien, Kroatien, Schweiz und natürlich Deutschland), einem Guide und 7 sogenannten „Portern“, die Kochutensilien und manche Rucksäcke getragen haben, auf einen Wochenendtrip zum Mulanje-Massif gestartet.

Mulanje-Massif

Das Mulanje-Massif ist 70 km von Blantyre entfernt. Der höchste Berg vom Massif als auch Zentralafrikas ist mit 3.002 m NN der Sapitwa. Aufgrund seiner Höhe kann es bis zu 18.000 mm Niederschlag pro Jahr geben.

Die Wanderung

Die Wanderung begann inmitten von Teeplantagen und vereinzelten Ananas- und Bananen-Palmen. Nach etwa 1.5 Stunden hatten wir dann unsere einzige längere Pause an einem Bach, den wir zuvor durch das klettern von Stein zu Stein überquert hatten. An dem Bach konnten wir unsere Flaschen auffüllen. Nach ein paar Bananen, Pfirsichen

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Jobs in Malawi

Auf dem Land

Etwa 90 Prozent der Bevölkerung Malawis lebt in kleinen Dörfern als Farmer. Neben Gemüse und Obst besitzen manche auch Hühner, Ziegen oder Kühe. Hühner und Ziegen dürfen meist frei umherlaufen während Kühe von einem Hirten betreut werden.

Auf dem lokalen Märkten

Auf dem Markt gibt es neben den vielen Verkäufern, Personen, die einem Plastiktüten verkaufen, bei der Suche nach bestimmten Waren helfen und diese bis zum Auto oder Ausgang vom Markt tragen. Eine Plastiktüte kostet hier dann zwischen 50 und 100 K.

Auf den Straßen der großen Städte

Auf den Straßen in Blantyre gibt es neben vielen Schneiderinnen und Schneidern, Personen, die die Schuhe putzen, Verkäufer von sogenannten TNM oder Airtel Units (Guthaben für die Prepaid-Karte vom Telefon) oder Getränken (aus Kühlboxen), Lebensmitteln oder Süßigkeiten. An einem Kreisverkehr in Blantyre werden illegal kleine Welpen, Kitten und Vögel verkauft, indem sie an dem ausgestreckten Arm in Richtung Straße angeboten werden.

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Ergänzung zum letzten Artikel: Essen außer Haus als „Nicht-Vegetarier“

Fleisch ist im Verhältnis zu Gemüse und Obst sehr teuer. Auf dem Markt kostet eine mittlere Portion Pommes 200 K (= 0,24 €) und ein kleiner (!) Hühnchenflügel 150 K (= 0,18 €) und ein großer 300 K (= 0,37 €).

In den Restaurants in den Städten sind vor allem Expats (alle Bevölkerungsgruppen mit heller Hautfarbe) und indische Gäste. Hier kostet ein Viertel Hühnchen 1.800 K (= 2,20 €). Ein ganzes Hähnchen kostet 5.400 K (= 6,59 €). Manchmal gibt es Angebote bei denen man für 2.000 K (= 2,44 €)zwei Chicken- oder Cheeseburger bekommt. Zu dieser Kategorie gehört auch der Schnellimbiss KFC. Hier kann man für 3000 K (= 3,66 €) 3 Hähnchenteile und eine Pommes bekommen.

Es gibt aber auch die hochpreisigen Restaurants bei denen man ab 6.000 K (= 7,32 €) etwas zu Essen bekommt. Bei diesen Restaurants findet man selten noch Malawier.

Preise in Malawi

Lebensmittel
• 900 K = 1,05 € 12 Bananen
• 400 K = 0,47 € 6 Tomaten
• 1.380 K = 1,62 € Tomatensamen
• 300 K = 0,35 € 3 Gurken
• 100 K = 0,11 € 1 Mango
• 600 K = 0,70 € 1 kg Reis
• 300 K = 0,35 € 500 ml stilles Wasser
• 300 K = 0,35 € 330 ml Coca Cola
• 545 K = 0,64 € 5 L stilles Wasser
• 800 K = 0,94 € 20 L stilles Wasser
• 1.640 K = 1,93 € 1 kg Porridge
• 1.450 K = 1,70 € Weetabix (Müsli)
• 3.900 K = 4,58 € 180 g Nutella
• 3.500 K = 4,11 € Olivenöl
• 1.100 K = 1,29 € Pflanzenöl

Süßigkeiten
• 15 K = 0,02 € 1 Karamelbonbon
• 20 K = 0,02 € 1 Lolli
• 2.000 K = 2,35 € Tafel Schokolade

Auswärts Essen
• 400 K = 0,47 € kleine Portion Pommes (Snack)
• 700 K = 0,82 € Nsima oder Reis plus Sauce (Hauptgericht)
• 250 K = 0,29 € 1 Chicken Wing
• 695 K = 0,82 € 1 Chicken Pie

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Erfahrungen nach 12 Tagen Aufenthalt

Hier meine ersten Erfahrungen in den einzelnen Lebensbereichen:

Stromausfälle

Es gibt nicht genügend Strom, um permanent ganz Blantyre zu versorgen. Es gibt daher einen Plan, zu welchem Zeitpunkt welche Stadtteile Strom erhalten.
Es gibt drei Optionen:
– Stromausfall von 10 bis 15/ 16 Uhr
– Stromausfall von 15 bis 20/ 21 Uhr
– Stromausfall von 21 bis 10 Uhr
Welche Option gerade für den eigenen Stadtteil zutrifft findet man dadurch heraus, dass man bemerkt zu welchem Zeitpunkt der Strom ausgefallen ist. Allerdings kann auch mal von diesem Plan abgewichen werden, wenn der Strom zum Beispiel für ein größeres Fest benötigt wird. Dies war zum Beispiel gestern der Fall, sodass ich von 10 bis 22.30 Uhr keinen Strom hatte. Wichtigster Gegenstand ist daher bisher die Stirnlampe.

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